Arbeitskleidung: Worauf kommt es an? Diese Frage lässt sich nicht allein mit „bequem und robust“ beantworten. Gute Berufsbekleidung muss zum jeweiligen Arbeitsbereich, zu den konkreten Gefährdungen und zu den tatsächlichen Arbeitsbedingungen passen. Während in einem Büro vor allem ein gepflegtes Erscheinungsbild und Tragekomfort relevant sind, können im Handwerk, Baugewerbe, Gartenbau oder in der Industrie Schutzfunktion, Sichtbarkeit und spezielle Materialeigenschaften entscheidend sein.
Im Berufsalltag spielt die richtige Arbeitskleidung eine entscheidende Rolle. Sie schützt uns vor verschiedenen Gefahren und sorgt dafür, dass wir uns sicher und wohl fühlen können. In diesem Artikel stellen wir Ihnen einige wichtige Faktoren vor, die hochwertige Arbeitskleidung made in CH bieten sollte. Erfahren Sie mehr über die Aspekte, die Sie bei der Auswahl Ihrer Berufsbekleidung beachten sollten.
Arbeitskleidung: Worauf kommt es an? – Die wichtigsten Fakten
- Der Einsatzbereich bestimmt die Anforderungen: Arbeitskleidung sollte immer an Tätigkeit, Arbeitsumgebung und mögliche Gefahren angepasst werden.
- Schutzkleidung ist nicht dasselbe wie normale Berufsbekleidung: Kleidung mit einer speziellen Schutzfunktion kann als persönliche Schutzausrüstung gelten und muss entsprechende Anforderungen erfüllen.
- Passform ist ein Sicherheitsfaktor: Zu weite, zu lange oder schlecht sitzende Kleidung kann bei Maschinen, Leitern oder anderen Arbeitsabläufen zum Risiko werden.
- Das Material muss zur Tätigkeit passen: Baumwolle, Mischgewebe, Softshell, Stretchmaterial oder spezielle Schutzgewebe haben jeweils unterschiedliche Eigenschaften.
- Sichtbarkeit kann lebenswichtig sein: Bei StraĂźenarbeiten, auf Baustellen oder im Verkehr sind Warnschutzkleidung und die entsprechende Schutzklasse relevant.
- Schutzkleidung muss gepflegt werden: Falsches Waschen oder eine ungeeignete Reinigung kann bestimmte Schutzfunktionen beeinträchtigen.
- Persönliche Schutzausrüstung muss richtig ausgewählt werden: Nicht jedes Kleidungsstück mit einer Schutzwirkung erfüllt automatisch die Anforderungen an PSA.
- Komfort beeinflusst die tatsächliche Sicherheit: Kleidung, die drückt, überhitzt oder die Bewegungsfreiheit stark einschränkt, wird häufig falsch getragen oder abgelegt.
- Die Gefährdungsbeurteilung steht am Anfang: Nicht das Kleidungsstück, sondern die konkrete Gefährdung sollte bestimmen, welche Ausstattung erforderlich ist.
- Preis allein ist kein sinnvolles Auswahlkriterium: Entscheidend sind Lebensdauer, Schutzwirkung, Pflegeaufwand, Passform und Eignung fĂĽr den jeweiligen Arbeitsplatz.
Was versteht man unter Arbeitskleidung?
Arbeitskleidung bezeichnet Kleidung, die speziell während der beruflichen Tätigkeit getragen wird. Sie kann unterschiedliche Aufgaben erfüllen: Sie schützt vor Verschmutzungen, unterstützt ein einheitliches Erscheinungsbild, erleichtert bestimmte Arbeitsabläufe oder übernimmt konkrete Schutzfunktionen.
Dabei lohnt sich eine wichtige Unterscheidung:
| Kategorie | Hauptzweck | Beispiel |
|---|---|---|
| Berufsbekleidung | Komfort, Funktionalität und ein professionelles Erscheinungsbild | Kochjacke, Servicekleidung |
| Arbeitskleidung | Schutz vor Verschmutzung und allgemeinen Belastungen | Arbeitshose, Arbeitsjacke |
| Schutzkleidung | Schutz vor definierten Gefahren | Chemikalienschutzkleidung |
| Warnschutzkleidung | Bessere Erkennbarkeit | Warnweste, Warnschutzjacke |
| Persönliche Schutzausrüstung (PSA) | Schutz vor konkreten Gefährdungen | Schutzkleidung, Sicherheitsschuhe |
| Spezialkleidung | ErfĂĽllung besonderer Anforderungen | Hitzeschutz- oder Wetterschutzkleidung |
Diese Begriffe sollten nicht beliebig gleichgesetzt werden. Eine robuste Arbeitshose ist beispielsweise nicht automatisch eine Schutzhose.
Was gehört zu einer guten Grundausstattung?
Eine allgemeine Grundausstattung könnte – abhängig vom Beruf – folgende Komponenten umfassen:
| KleidungsstĂĽck/AusrĂĽstung | Zweck |
|---|---|
| Arbeitshose | Schutz vor Verschmutzung und mechanischer Beanspruchung |
| Arbeitsjacke | Schutz und Wetterschutz |
| Funktionsshirt | Feuchtigkeitsmanagement |
| Pullover/Fleece | Wärmeschicht |
| Regenbekleidung | Schutz vor Niederschlag |
| Sicherheitsschuhe | Schutz der FĂĽĂźe |
| Arbeitshandschuhe | Schutz und Griffverbesserung |
| Schutzbrille | Schutz der Augen |
| Gehörschutz | Reduzierung schädlicher Lärmeinwirkung |
| Schutzhelm | Schutz des Kopfes |
| Warnschutzkleidung | Erhöhung der Sichtbarkeit |
Nicht jede Person benötigt sämtliche Komponenten. Die tatsächliche Ausstattung sollte anhand der jeweiligen Tätigkeit und Gefährdungsbeurteilung festgelegt werden.
Welche Anforderungen sollte gute Arbeitskleidung erfĂĽllen?
Die Anforderungen hängen stark von der Tätigkeit ab. Trotzdem gibt es einige grundlegende Kriterien, die bei nahezu jeder Auswahl berücksichtigt werden sollten.
Schutzwirkung
Der wichtigste Punkt lautet: Welche Gefahren können am Arbeitsplatz auftreten?
Mögliche Gefährdungen sind beispielsweise:
| mechanische Einwirkungen |
| scharfe oder raue Oberflächen |
| Hitze und Flammen |
| Kälte |
| Nässe und Regen |
| Chemikalien |
| Schmutz und Staub |
| elektrische Gefahren |
| biologische Arbeitsstoffe |
| schlechte Sichtverhältnisse |
| Funken und SchweiĂźspritzer |
| thermische Belastungen |
Die Kleidung muss zur tatsächlichen Gefährdung passen. Eine wasserabweisende Jacke kann beispielsweise bei Regen sinnvoll sein, schützt aber nicht automatisch vor chemischen Flüssigkeiten.
Warum die Gefährdungsbeurteilung entscheidend ist:
Die Auswahl geeigneter Schutzmaßnahmen sollte nicht nach dem Prinzip „möglichst viel Schutzkleidung“ erfolgen. Sinnvoller ist eine systematische Betrachtung des Arbeitsplatzes. Dabei stellt sich unter anderem die Frage:
Welche Gefahr besteht tatsächlich, wie häufig tritt sie auf und welche Schutzmaßnahme reduziert das Risiko ausreichend?
Arbeitskleidung ist damit Teil eines größeren Arbeitsschutzkonzepts und sollte nicht isoliert betrachtet werden.
Passform und Bewegungsfreiheit
Arbeitskleidung: Worauf kommt es an? Bei dieser Frage wird die Passform häufig unterschätzt.
Eine Arbeitshose kann aus einem sehr robusten Material bestehen und trotzdem ungeeignet sein, wenn sie beim Knien, Bücken oder Klettern stark einschränkt.
Eine gute Passform sollte:
- ausreichend Bewegungsfreiheit bieten,
- beim BĂĽcken nicht unangenehm einschneiden,
- nicht unnötig weit sein,
- ausreichend Platz fĂĽr erforderliche Unterbekleidung lassen,
- an Armen und Beinen nicht störend überstehen,
- VerschlĂĽsse sicher halten,
- mit anderen SchutzausrĂĽstungen kompatibel sein.
Besonders bei körperlicher Arbeit ist ergonomische Arbeitskleidung relevant. Stretchbereiche an Knie, Rücken oder im Schritt können beispielsweise die Bewegungsfreiheit erhöhen.
Zu beachten ist allerdings: Stretchmaterial allein macht ein KleidungsstĂĽck nicht automatisch besser. Entscheidend ist, ob Material, Schnitt und Konstruktion zur konkreten Arbeit passen.
Material und Verarbeitung
Das Material beeinflusst unter anderem:
| Atmungsaktivität |
| ReiĂźfestigkeit |
| Abriebfestigkeit |
| Feuchtigkeitsmanagement |
| Wärmeisolation |
| Gewicht |
| Trocknungszeit |
| Pflegeeigenschaften |
| Lebensdauer |

Baumwolle: Baumwolle ist angenehm auf der Haut und kann sich bei vielen Tätigkeiten komfortabel tragen. Sie nimmt jedoch Feuchtigkeit auf und trocknet vergleichsweise langsam.
Polyester und andere Kunstfasern: Synthetische Fasern können leicht, strapazierfähig und schnell trocknend sein. Je nach Material und Konstruktion unterscheiden sich jedoch Atmungsaktivität und Wärmemanagement erheblich.
Mischgewebe: Mischgewebe kombinieren häufig unterschiedliche Eigenschaften. Eine Mischung aus Natur- und Kunstfasern kann beispielsweise Tragekomfort und Strapazierfähigkeit miteinander verbinden.
Stretchmaterial: Stretchanteile können bei körperlich anspruchsvollen Tätigkeiten einen deutlichen Komfortgewinn bieten. Gerade im Gartenbau, Handwerk oder bei Montagearbeiten kann zusätzliche Bewegungsfreiheit hilfreich sein.
- Wichtig: Bei Schutzkleidung darf die Materialauswahl nicht ausschlieĂźlich anhand von Komfort oder Haltbarkeit erfolgen. Entscheidend ist, ob das Material die fĂĽr den jeweiligen Schutzbereich erforderlichen Eigenschaften besitzt.
Arbeitskleidung fĂĽr verschiedene Berufe
Die optimale Ausstattung sieht je nach Beruf völlig unterschiedlich aus.
| Arbeitskleidung im Handwerk | -strapazierfähige Arbeitshosen -verstärkte Kniebereiche -funktionale Taschen -robuste Arbeitsschuhe -wetterangepasste Oberbekleidung -gegebenenfalls Gehör-, Augen- oder Kopfschutz |
| Arbeitskleidung im Gartenbau | -robust gegen Abrieb sein, -ausreichend Bewegungsfreiheit bieten, -gegen wechselnde Witterung geeignet sein, -vor Verschmutzungen schĂĽtzen, -mit geeigneter Schutzkleidung kombinierbar sein. |
| Arbeitskleidung in der Industrie | In industriellen Arbeitsbereichen können spezielle Schutzanforderungen gelten. Je nach Arbeitsplatz kommen beispielsweise Kleidung gegen Hitze, Flammen, Chemikalien oder elektrostatische Aufladung infrage. Hier reicht es nicht aus, einfach „Industrie-Arbeitskleidung“ zu kaufen. Die erforderlichen Eigenschaften müssen aus der jeweiligen Gefährdungsbeurteilung hervorgehen. |
| Arbeitskleidung in Gastronomie und Lebensmittelbereich | -Kochjacken -Kochhosen -Schürzen -Shirts oder Poloshirts -rutschhemmendes Schuhwerk -Kopfbedeckungen je nach Tätigkeit und Hygienekonzept |
Welche Arbeitskleidung ist im Winter sinnvoll?
Winter-Arbeitskleidung muss nicht einfach möglichst dick sein. Entscheidend ist ein funktionierendes Schichtensystem.
Eine sinnvolle Kombination kann aus folgenden Ebenen bestehen:
- Basisschicht: Transportiert Feuchtigkeit vom Körper weg.
- Wärmeschicht: Speichert Wärme und isoliert.
- Wetterschutzschicht: SchĂĽtzt vor Wind und Niederschlag.
Der Vorteil des Zwiebelschichtprinzips liegt darin, dass die Kleidung an wechselnde Temperaturen angepasst werden kann.
Eine sehr dicke Jacke kann bei körperlich anstrengender Arbeit sogar problematisch sein: Der Körper produziert viel Wärme, während die Feuchtigkeit schlecht abgeführt wird.
Welche Arbeitskleidung eignet sich fĂĽr den Sommer?
Sommer-Arbeitskleidung muss einen schwierigen Spagat bewältigen: Sie soll ausreichend schützen, darf aber gleichzeitig keine unnötige zusätzliche Hitzebelastung verursachen.
Besonders wichtig sind:
- leichte Materialien
- gute Luftzirkulation
- geeignete Feuchtigkeitsregulierung
- ausreichende Bewegungsfreiheit
- passende Schutzfunktion
- gegebenenfalls UV-Schutz
- helle oder fĂĽr den Einsatz geeignete Farben
Bei Tätigkeiten im Freien sollte außerdem die gesamte Arbeitsschutzstrategie berücksichtigt werden. Kleidung kann zwar vor bestimmten Einwirkungen schützen, ersetzt aber beispielsweise keinen geeigneten Sonnenschutz oder organisatorische Maßnahmen gegen extreme Hitze.
Warnschutzkleidung: Wann ist hohe Sichtbarkeit wichtig?
Bei Arbeiten im StraĂźenverkehr, auf Baustellen, an Gleisanlagen oder in anderen Bereichen mit Fahrzeug- und Maschinenverkehr kann gute Sichtbarkeit entscheidend sein.
Warnschutzkleidung besteht typischerweise aus:
- fluoreszierendem Hintergrundmaterial
- retroreflektierendem Material
- einer Kombination aus beidem
Dabei gibt es unterschiedliche Anforderungen und Klassen. Welche Ausführung benötigt wird, hängt vom konkreten Einsatzbereich und den geltenden Anforderungen ab.
Eine Warnweste allein bedeutet deshalb nicht automatisch, dass damit jede Tätigkeit ausreichend abgesichert ist.
Arbeitskleidung kaufen: Worauf sollte geachtet werden?
Beim Kauf empfiehlt sich eine systematische Auswahl statt einer Orientierung allein an Marke, Preis oder Optik.
Checkliste fĂĽr den Kauf
1. Einsatzbereich definieren
Zunächst muss feststehen, für welche Tätigkeit die Kleidung benötigt wird. Neben den bereits genannten Aspekten sollte die Arbeitskleidung auch funktional und praktisch gestaltet sein. Dazu gehört beispielsweise, dass sie über ausreichend Taschen und Staufächer verfügt, um Werkzeuge und andere benötigte Gegenstände griffbereit zu haben. Achte auch darauf, dass die Arbeitskleidung leicht an- und auszuziehen ist und sich gut reinigen lässt.
Das Design der Arbeitskleidung spielt ebenfalls eine Rolle, da sie oft auch als Visitenkarte des Unternehmens fungiert. Eine ansprechende Optik und ein professioneller Auftritt sind daher wichtig. Setze auf Farben und Muster, die zu deinem Unternehmen passen, und achte auf die Möglichkeit, die Arbeitskleidung mit Firmenlogos oder anderen individuellen Elementen zu versehen.
2. Schutzklasse beziehungsweise erforderliche Eigenschaften prĂĽfen
Bei Schutzkleidung sind Herstellerangaben und einschlägige Normen zu berücksichtigen. In vielen Berufen ist es unerlässlich, dass die Arbeitskleidung den Träger vor potenziellen Gefahren schützt. Dazu gehört beispielsweise, dass sie aus robusten Materialien gefertigt sein sollte, die vor Schnitten, Stößen oder ätzenden Chemikalien schützen können. Des Weiteren ist es wichtig, dass die Kleidung über spezielle Schutzfunktionen wie zum Beispiel flammhemmende Beschichtungen oder antistatische Eigenschaften verfügt.
Ebenso relevant ist die Sichtbarkeit des Trägers, insbesondere bei Arbeiten im Freien oder in schlecht beleuchteten Umgebungen. In diesen Fällen sollte die Arbeitskleidung mit reflektierenden Elementen ausgestattet sein, um die Sicherheit des Trägers zu gewährleisten. Achte darauf, dass die Kleidung den geltenden Sicherheitsstandards entspricht und durch entsprechende Prüfsiegel gekennzeichnet ist.
3. Passform testen
Besonders bei körperlicher Arbeit sollte die Kleidung in realistischen Bewegungen ausprobiert werden. Nicht nur die Sicherheit, sondern auch der Tragekomfort spielt eine entscheidende Rolle bei der Auswahl der richtigen Arbeitskleidung. Schließlich verbringen wir viele Stunden am Tag in unserer Berufsbekleidung, und es ist wichtig, dass sie bequem und gut sitzt. Achte daher auf eine angenehme Passform und atmungsaktive Materialien, die Feuchtigkeit ableiten und für ein gutes Körperklima sorgen.
Darüber hinaus sollte die Arbeitskleidung ergonomisch gestaltet sein, um den Bewegungsfreiraum nicht einzuschränken und die körperliche Belastung so gering wie möglich zu halten. In vielen Fällen sind zusätzliche Polsterungen an Knien oder Ellenbogen sinnvoll, um den Komfort zu erhöhen und das Verletzungsrisiko zu reduzieren. Eine gute Arbeitskleidung sollte also nicht nur schützen, sondern auch den Tragekomfort gewährleisten.
4. Material beurteilen
Robustheit allein reicht nicht. Temperatur, Feuchtigkeit und Arbeitsintensität spielen ebenfalls eine Rolle. Die Qualität der Materialien, aus denen die Arbeitskleidung gefertigt ist, hat einen großen Einfluss auf ihre Funktionalität und Langlebigkeit. Achte daher auf hochwertige Stoffe, die nicht nur schützen, sondern auch strapazierfähig und langlebig sind. In vielen Fällen können Mischgewebe aus natürlichen und synthetischen Fasern einen guten Kompromiss zwischen Komfort und Schutz bieten.
Achte zudem darauf, dass die Arbeitskleidung gut verarbeitet ist und keine Schwachstellen wie lose Nähte oder schlecht befestigte Taschen aufweist. Hier spielt auch die Wahl des Herstellers eine Rolle, denn renommierte Marken legen oft besonderen Wert auf Qualität und Langlebigkeit ihrer Produkte. Informiere dich über die Erfahrungen anderer Nutzer, um einen guten Eindruck von der Verarbeitungsqualität zu bekommen.
6. Pflegeaufwand & Tragekomfort
Nicht nur die Sicherheit, sondern auch der Tragekomfort spielt eine entscheidende Rolle bei der Auswahl der richtigen Arbeitskleidung. Schließlich verbringen wir viele Stunden am Tag in unserer Berufsbekleidung, und es ist wichtig, dass sie bequem und gut sitzt. Achte daher auf eine angenehme Passform und atmungsaktive Materialien, die Feuchtigkeit ableiten und für ein gutes Körperklima sorgen.
Eine Kleidung, die häufig gewaschen werden muss, verursacht über ihre gesamte Nutzungsdauer zusätzliche Kosten.
7. Gesamtkosten betrachten
Nicht nur der Kaufpreis zählt. Auch Haltbarkeit, Reparaturfähigkeit, Waschkosten und Austauschintervalle können relevant sein
Typische Fehler bei der Auswahl von Arbeitskleidung
- „Je dicker, desto besser“
- Nicht unbedingt. Dicke Kleidung kann wärmer sein, bietet aber nicht automatisch besseren Schutz.
- „Eine robuste Arbeitshose reicht aus“
- Das hängt vollständig von der Tätigkeit ab. Robustheit ist nur eine Eigenschaft unter vielen.
- „Eine Warnweste genügt immer“
- Die erforderliche Sichtbarkeit hängt von Einsatzbedingungen und geltenden Anforderungen ab.
- „Schutzkleidung kann einfach angepasst werden“
- Bei zertifizierter Schutzkleidung können nachträgliche Änderungen problematisch sein, weil dadurch die vorgesehene Schutzfunktion beeinträchtigt werden kann.
- „Arbeitskleidung muss unbequem sein“
- Auch das ist ein Mythos. Gute Kleidung kann Schutz, Bewegungsfreiheit und Komfort miteinander verbinden.
- „Der günstigste Anbieter ist die beste Wahl“
- Der Gesamtwert entsteht aus Schutzfunktion, Haltbarkeit, Pflege, Passform und Eignung – nicht allein aus dem Preis.
Günstige oder hochwertige Arbeitskleidung – was lohnt sich?
Ein niedriger Anschaffungspreis bedeutet nicht automatisch eine günstige Lösung. Interessanter ist der Preis pro Nutzungstag.
Beispiel:
| Variante | Anschaffung | angenommene Nutzungsdauer | Kosten pro Nutzungstag* |
|---|---|---|---|
| Günstiges Modell | 40 € | 80 Tage | 0,50 € |
| Mittleres Modell | 70 € | 180 Tage | ca. 0,39 € |
| Hochwertiges Modell | 110 € | 300 Tage | ca. 0,37 € |
*Vereinfachtes Rechenbeispiel ohne Wasch-, Reparatur- und Ersatzkosten.
Das Beispiel zeigt: Ein höherer Kaufpreis kann wirtschaftlich sinnvoll sein, wenn die Kleidung deutlich länger hält. Allerdings gilt auch das Gegenteil. Ein teures Kleidungsstück ist nicht automatisch hochwertiger oder für den jeweiligen Arbeitsplatz besser geeignet.
Wie oft sollte Arbeitskleidung gewechselt werden?
Es gibt keine pauschale Anzahl von Monaten oder Jahren, nach denen jedes Kleidungsstück ausgetauscht werden muss. Entscheidend ist der tatsächliche Zustand.
Ein Austausch kann beispielsweise erforderlich sein, wenn:
- das Material stark verschlissen ist,
- Nähte beschädigt sind,
- VerschlĂĽsse nicht mehr funktionieren,
- Schutzbereiche beschädigt wurden,
- Reflexmaterial seine Funktion verliert,
- das Kleidungsstück seine Form deutlich verändert hat,
- die vorgeschriebene Schutzwirkung nicht mehr gewährleistet ist.
Bei PSA sollten auĂźerdem die Angaben des Herstellers und die betrieblichen Vorgaben berĂĽcksichtigt werden.
Häufig gestellte Fragen zu Arbeitskleidung
1. Arbeitskleidung: Worauf kommt es an?
Entscheidend sind vor allem Schutzwirkung, Passform, Bewegungsfreiheit, Material, Tragekomfort, Pflegeeigenschaften und Eignung für den jeweiligen Arbeitsplatz. Bei Schutzkleidung müssen zusätzlich die erforderlichen Normen, Kennzeichnungen und Herstellerangaben berücksichtigt werden.
2. Welche Arbeitskleidung ist für körperliche Arbeit geeignet?
Für körperlich anspruchsvolle Tätigkeiten sind robuste, bewegungsfreundliche und atmungsaktive Kleidungsstücke häufig sinnvoll. Stretchbereiche, ergonomische Schnitte und ausreichend Belüftung können den Tragekomfort verbessern. Welche Schutzfunktionen erforderlich sind, hängt jedoch von der konkreten Tätigkeit ab.
3. Was ist der Unterschied zwischen Arbeitskleidung und Schutzkleidung?
Arbeitskleidung dient häufig dem Komfort, der Funktionalität oder dem Schutz vor allgemeiner Verschmutzung. Schutzkleidung ist dagegen für definierte Gefahren ausgelegt. Wird Kleidung als persönliche Schutzausrüstung eingesetzt, gelten zusätzliche Anforderungen.
4. Wie sollte Arbeitskleidung im Winter aufgebaut sein?
Ein Schichtensystem aus Funktionsunterwäsche, wärmender Zwischenschicht und wetterfester Außenschicht ermöglicht eine flexible Anpassung an Temperatur und körperliche Belastung. Die konkreten Schutzanforderungen müssen dabei weiterhin berücksichtigt werden.
5. Wie oft muss Arbeitskleidung gewaschen werden?
Das hängt von Tätigkeit, Verschmutzungsgrad, Hygieneregeln und Material ab. Arbeitskleidung sollte so häufig gereinigt werden, wie es für Hygiene und sichere Verwendung erforderlich ist. Bei Schutzkleidung sind zusätzlich die Pflegevorgaben des Herstellers zu beachten.
6. Wer muss Arbeitskleidung beziehungsweise Schutzkleidung bereitstellen?
Ob und welche Kleidung der Arbeitgeber bereitstellen muss, hängt davon ab, ob es sich um normale Arbeitskleidung oder erforderliche persönliche Schutzausrüstung handelt. Insbesondere bei notwendiger PSA gelten arbeitsschutzrechtliche Vorgaben. Maßgeblich sind die konkrete Gefährdungsbeurteilung und die jeweils geltenden gesetzlichen beziehungsweise betrieblichen Regelungen.
Fazit: Arbeitskleidung: Worauf kommt es an?
Arbeitskleidung: Worauf kommt es an? Die Antwort beginnt nicht beim Design und auch nicht beim Preis, sondern bei der Frage nach der konkreten Tätigkeit und den damit verbundenen Gefährdungen.
Hochwertige Arbeitskleidung sollte sicher, funktional, passend, langlebig und komfortabel sein. Bei normaler Berufsbekleidung stehen dabei vor allem Funktionalität und Tragekomfort im Vordergrund. Sobald eine konkrete Schutzfunktion erforderlich ist, müssen dagegen die entsprechenden Anforderungen an Schutzkleidung und persönliche Schutzausrüstung berücksichtigt werden.
Besonders sinnvoll ist deshalb eine ganzheitliche Betrachtung: Arbeitsumgebung → Gefährdung → erforderlicher Schutz → passende Kleidung → richtige Passform → korrekte Pflege → regelmäßige Kontrolle.
Wer diese Reihenfolge berücksichtigt, findet nicht einfach irgendeine Arbeitskleidung, sondern eine Ausstattung, die den tatsächlichen Anforderungen des Arbeitsplatzes gerecht wird.










